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Andrea: „Gott ist ein treuer und fürsorglicher Vater. Sein Geist ist in uns allen – in jedem Menschen und in jedem Wesen. Auch in Ihnen. Auch in Dir, lieber Bruder, liebe Schwester, im Geiste unseres ewigen Vaters. Gott lässt uns, Seine Kinder, nie allein. Gott hat uns nicht nur vor 3.500 Jahren durch Mose die Zehn Gebote gegeben. Gott, die ur-ewige Kraft, schickte uns zu allen Zeiten Propheten und erleuchtete Männer und Frauen. Und Er sprach vor allem durch Jesus, Seinen Sohn, den größten Propheten aller Zeiten. Jesus sagte damals sinngemäß zu Seinen Jüngern und Jüngerinnen: »Ich werde euch den Tröster senden, den Heiligen Geist, der euch in alle Wahrheit führen wird« – wobei alle Wahrheit’ natürlich bedeutet: so weit, wie wir Menschen es in unserer Sprache verstehen können.
Wir leben in einer großen Zeitenwende, und wir wissen: Dein Reich kommt, o Herr, und Dein Wille geschieht, o Vater! Es ist unser Reich! – So denken die Urchristen und leben Schritt für Schritt nach diesem Lebensprinzip ‚Dein Reich kommt, und Dein Wille geschieht’. Doch was uns Jesus angekündigt hat, den Tröster, den Heiligen Geist, das hat Er wahr gemacht. Er kam in Seinem Wort zu uns.
Jesus verkörperte den Prophetischen Geist, denn Er sagte »Mein Vater und Ich sind eins«. Also schöpfte Jesus, der Menschensohn, aus der urewigen Quelle und sprach mächtig als der einmalige Prophet in der ganzen Menschheitsgeschichte. Er verkörperte gleichsam den Prophetischen Geist, und Er wurde am Kreuz unser Erlöser.“
Martin: „Bedenken wir einmal: Von jener Zeit an, wo Johannes der Täufer Jesus im Jordan taufte und Jesus zu lehren begann bis zu Seiner Festnahme durch die Schergen des Pilatus, verblieben Jesus leider knappe 3 Jahre. Es gab damals keine Verkehrsmittel, um ferne Länder zu bereisen, es gab keine Mikrofone und Lautsprecher, um große Menschenmengen anzusprechen und keine Medien, mit welchen man Seine Lehre für viele Menschen veröffentlichen konnte.
Um die Menschen anzusprechen, stieg Jesus auf eine Anhöhe, wie es in der Bibel heißt „auf einen Berg“. Wie weit konnte Seine Stimme wohl reichen? Seine Zuhörer waren weitgehend Menschen, die weder lesen noch schreiben konnten, also auch keine Notizen machen konnten. Jesus sprach ja nicht zu Schriftgelehrten oder Pharisäern.
Er sprach zu schlichten Menschen, und zwar in Seiner Muttersprache Aramäisch, und nicht in hebräischer oder griechischer Sprache, welche damals die Welt(en)sprache war, oder gar in Lateinisch.
Alles, was die institutionelle Christenheit über die Lehre des Jesus, des Christus, weiß, beruht auf mündlichen Überlieferungen, die sich über Generationen ausgebreitet hatten, denn erst etwa 90 Jahre nach Jesu Leibestod wurde das erste schriftliche Dokument über Jesu Erdenleben und Seine Lehren verfasst.“
Matthias: „Ja, du sagst 90 Jahre – das sind ja fast drei Generationen. Stellen wir uns vor, wir müssten über einen Menschen berichten, den wir vor vielen Jahren gekannt haben, wir haben uns aber bisher noch keine Notizen gemacht. Wie wahrheitsgetreu würde unser Bericht ausfallen? Und wie stark würde er sich vom Bericht eines anderen Zeitgenossen unterscheiden, der vielleicht diesen Menschen in ganz anderer Erinnerung hat, dem andere Eigenschaften dieses Menschen, andere Aussagen im Gedächtnis haften geblieben sind als uns?
Und so gab es in der Tat in der Frühzeit des Christentums eine Fülle von Berichten über Jesus, die zum Teil stark voneinander abwichen. Wie viel von der ursprünglichen Wahrheit blieb da wohl noch übrig in diesen allerersten überlieferten Evangelien?“
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